Firmenfall

Gilberts: eine kleinere Prüfungsgesellschaft begann mit der KI in vorhandenen Werkzeugen und zwei Regeln

Eine kleinere britische Prüfungs- und Steuerkanzlei begann mit den KI-Funktionen in Werkzeugen, die sie schon hatte, bei internen Aufgaben mit geringem Risiko. Ein Partner berichtet, dass die Zusammenfassung eines langen Dokuments jetzt 10 bis 15 Minuten dauert statt 45. Die Kanzlei lässt keine Mandantendaten in öffentliche KI-Werkzeuge und behandelt jedes KI-Ergebnis als ersten Entwurf.

Ergebnis Vom Unternehmen gemeldetes Ergebnis

Das Unternehmen hat die Zahlen selbst veröffentlicht.

Auf einen Blick

Unternehmen
Gilberts Chartered AccountantsWirtschaftsprüfung und Buchhaltung
Größe
Kleinst- und Kleinunternehmen (1–49 Beschäftigte)
Branche
Freiberufliche Dienstleistungen
Wo und wann
Vereinigtes Königreich. Veröffentlicht im Juli 2025.
Wer die Zahlen erhoben hat
Das Unternehmen selbstZahl und Bericht stammen von der Kanzlei selbst, geschrieben von einem ihrer Partner für die Fachgruppe Abschlussprüfung des Institute of Chartered Accountants in England and Wales.

Was sie getan haben

Gilberts ist eine Prüfungs- und Steuerkanzlei im Vereinigten Königreich. Einer ihrer Partner beschrieb in einem Artikel für das Berufsinstitut, wie die Kanzlei KI eingeführt hat. Er nennt es „a series of small, practical steps“ [„eine Reihe kleiner, praktischer Schritte“].

Die Kanzlei begann mit den KI-Funktionen in Software, die sie schon nutzte, und nur bei internen Aufgaben mit geringem Risiko. Heute nutzt sie KI für:

  • das Zusammenfassen langer Dokumente wie Vorstandsprotokolle, Mietverträge und Kreditbedingungen;
  • das Abgleichen von Dokumenten und den Vergleich von Fassungen, was bei der Durchsicht von Abschlüssen und der Prüfung großer Mengen von Rechnungen oder Verträgen hilft.

Dazu legte sie einige Regeln fest:

  • Keine Mandantendaten in öffentlicher KI. Nichts Vertrauliches oder Mandantenbezogenes kommt in offene KI-Werkzeuge. Das ist eine kanzleiweite Regel.
  • Mandanten werden gefragt. Die Kanzlei spricht regelmäßig mit Mandanten, um ihre Zustimmung zur Nutzung bestimmter KI-Werkzeuge einzuholen.
  • Jedes Ergebnis ist ein erster Entwurf. Es wird so gründlich geprüft wie die Arbeit eines jungen Teammitglieds.
  • Eine kurze Richtlinie. Einfach, knapp und auf die wichtigsten Grundsätze beschränkt.
  • Die Führung geht voran. Partner und Führungskräfte nutzen die Werkzeuge und teilen ihre Erfahrungen. Die Beschäftigten werden regelmäßig an Datenschutz, Vertraulichkeit und die Prüfung der Ergebnisse erinnert.

Die Kanzlei prüft außerdem geschlossene KI-Systeme, die in ihrer eigenen IT-Umgebung laufen würden.

Die Zahlen

  • Ein langes Dokument zusammenfassen: 10–15 Minuten statt 45, einschließlich der Prüfung durch einen Menschen.

Was der Fall zeigt

  • Eine kleinere Firma kann mit dem anfangen, was sie hat. Sie nutzte vorhandene Werkzeuge und wählte Aufgaben, bei denen ein Fehler wenig Schaden anrichten würde.
  • Die Datenregel kam mit der ersten Nutzung. Der Partner schreibt, klare Regeln zu Daten seien dort am wichtigsten, wo es kein eigenes IT-Team und keine Rechtsabteilung gibt.
  • Bestehende Pflichten gelten weiter. Die Beschäftigten kannten Vertraulichkeit und Berufsethik schon. Die Kanzlei wandte sie auf ein neues Werkzeug an.
  • Mandanten wurden informiert. Die Kanzlei erklärt ihre KI-Nutzung heute schon in ersten Gesprächen mit möglichen Mandanten.

Was das über die Praktiken sagt

Praktiken, die das Unternehmen anwandte

Quellen

  1. Luke Parker, Partner, Gilberts Chartered Accountants (July 2025). AI: a smaller firm’s perspective. Audit & Beyond, ICAEW Audit and Assurance Faculty. icaew.com